Eiweiß ist neben Fetten und Kohlenhydraten einer von drei Makronährstoffen, die für unseren Körper überlebensnotwendig sind. Doch es kommt nicht nur auf die Menge der Proteine an, die wir zu uns nehmen, sondern vor allem auf die Qualität.

Die wird unter anderem anhand der biologischen Wertigkeit bemessen. Diese liegt im Falle von Erbsenprotein bei einem Wert von 65.

Was sagt der Wert aus?

Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel der mit der Nahrung aufgenommene Proteine in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden können. Berücksichtigt wird hierbei vor allem das Verhältnis von essentiellen Aminosäuren – also derer, die unser Körper nicht selbst bilden kann und die über Lebensmittel aufgenommen werden müssen.

Der entsprechende Wert orientiert sich hierbei an einem Ei, das eine Wertigkeit von 100 hat. Diese ist allerdings nicht in Prozent zu sehen, sondern stellt einen Skalenwert dar. Mit 65 liegt die biologische Wertigkeit von Erbsenprotein leicht über dem Mittelfeld. Das ist keinesfalls schlecht.

Der Wert ist alleinstehend ohnehin nicht sehr aussagekräftig, solange Sie sich noch von anderen Lebensmitteln als Erbsen ernähren. Denn er erhöht sich durch die Kombination verschiedener Eiweißquellen und somit ganz automatisch, wenn Sie sich ausgewogen Ernähren.

Womit kann die biologische Wertigkeit von Erbsenprotein gesteigert werden?

Wie genau Sie den Wert erhöhen, ist unter anderem davon abhängig, wie viel des Lebensmittels Sie zu sich nehmen, aber auch, mit welchen anderen Sie es kombinieren. Das Ziel ist, ein möglichst vollständiges Aminosäureprofil abzudecken.

Erbsenprotein beispielsweise enthält alle essentiellen Aminosäuren. Methionin (wichtig für Muskelerhalt) und die semi-essentielle Aminosäure Cystein (wichtig für Regulierung des Blutzuckerspiegels und das Immunsystem), sind allerdings in nicht ausreichender Menge enthalten.

Es gilt also, diesen Mangel auszugleichen, um ein vollständiges Profil zu erhalten. Hülsenfrüchte wie Erbsen lassen

verfügt über hohe Mengen an Methionin und Cystein, kann das Fehlen in Erbsen also ausgleichen. Andersherum verfügt Reisprotein über ausreichend Lysin, um dessen Mangel im Reis auszubalancieren. Deshalb sind Reis– und Erbsenproteine eine beliebte Kombination, um die biologische Wertigkeit zu erhöhen.

Reicht das aus, um die Qualität von Erbsenprotein zu beurteilen?

Die biologische Wertigkeit gibt auch heute noch einen guten Überblick, ist insgesamt aber zu einfach, um der Komplexität der Proteinqualität gerecht zu werden. Sie berücksichtigt zwar die Anteile enthaltener Aminosäuren, nicht aber, wo und wie effizient diese auch tatsächlich vom Körper verwertet werden.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO/WHO) empfiehlt daher seit 2013 den DIAAS (Digestible Indispensable Amino Acid Score) als bessere Bewertungsmöglichkeit. Diese Methode berücksichtigt neben der Zusammensetzung an Aminosäuren auch deren echte Verdaulichkeit bis zum letzten Teil des Dünndarms (ileale Verdaulichkeit). Das gibt Aufschluss darüber, wie effizient die umgewandelten Aminosäuren vom Körper genutzt werden können.

Wann ist die biologische Wertigkeit von Erbsenprotein relevant?

Bei normaler, gesunder und ausgewogener Ernährung ist dieser Wert üblicherweise nicht sehr relevant. Er kann aber eine gute Übersicht darüber geben, welche Lebensmittel für eine gute Proteinzusammensetzung am besten kombiniert werden können. Vor allem Sportler und Bodybuilder nutzen die biologische Wertigkeit häufig, um ihren Muskelaufbau zu optimieren.

Im Alter kann zudem der Körper Proteine weniger effizient verwerten – auch hier kann es sinnvoll sein, auf deren Qualität und Verwertbarkeit zu achten. Genau wie bei Stoffwechsel- oder anderen Krankheiten, die zu einem Proteinmangel führen können, sollten Sie in dem Fall allerdings vor allem Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt führen.

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Quellen (Stand: 07.03.2024):

Netdoktor

Erbsenprotein
https://www.netdoktor.de/ernaehrung/lebensmittel/erbsenprotein/

National Library of Medicine

Protein and Amino Acids
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK234922/

The Current Situation of Pea Protein and Ist Application in the Food Industry
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9412838/

Zucker in Form von Glukose ist der wichtigste Energielieferant für unseren Körper. Üblicherweise sind wir ausreichend damit versorgt, da wir ihn über unsere alltägliche kohlenhydrathaltige Nahrung aufnehmen. Süße darüber hinaus zu uns zu nehmen ist also nicht notwendig und im schlimmsten Fall sogar schädlich – aber eben auch sehr schmackhaft.

Um ihrem Körper nicht zu schaden und trotzdem nicht verzichten zu müssen, suchen daher immer mehr Menschen nach einer Zuckeralternative. Oft fällt die Wahl auf Reissirup statt Zucker. Im Folgenden erklären wir Ihnen, ob dieser wirklich eine gesündere Alternative darstellt.

Ob Reissirup oder Industriezucker: Große Mengen sind niemals gesund. Dabei ist egal, ob wir sie über Süßigkeiten oder als Fruchtzucker in Obst zu uns nehmen. Ein Überschuss wird in Leber und Niere gespeichert, in Fett umgewandelt und im Körper angelagert

Was ist Reissirup?

Wie der Name vermuten lässt, wird der Sirup aus Reis gewonnen. Dieser wird im ersten Schritt fein gemahlen. Das Mehl wird schließlich in Wasser aufgekocht und dann die groben Teile herausgefiltert. Die zurückbleibende Flüssigkeit wird so lange eingekocht, bis sie eine Honig-ähnliche Konsistenz erhält.

Der fertige Reissirup,  ist in unterschiedlichen Farbabstufungen erhältlich. Abhängig von Reisqualität, -Art und Filterprozess variiert er von wasserweiß bis zu einem dunklen Bernstein. Dunklere Sirupe verfügen üblicherweise über einen stärkeren, malzig-karamelligen, Geschmack.

Übrigens: Auch sogenannter Industriezucker (auch: Haushaltszucker) stammt aus pflanzlichen Quellen – meist Zuckerrohr oder Zuckerrübe.

Eigenschaften: Gegenüberstellung beider Süßungsmittel

Beide Süßungsmittel werden aus Pflanzen gewonnen und sind eine leckere Ergänzung in verschiedenen Gerichten. Darüber hinaus gibt es aber einige Unterschiede.

Konsistenz
Am häufigsten wird Industriezucker in trockener Form verwendet – also beispielsweise als Zuckerwürfel oder als Kristallzucker. Aber auch aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe kann Sirup entstehen.

Konsistenz und Farbe von Reissirup ähneln Honig.

Kaloriengehalt
Reissirup hat üblicherweise etwas mehr als 300 kcal pro 100 g – das sind etwa 100 kcal weniger als in Zucker.

Fruktosegehalt
Reissirup statt Zucker – eine gute Idee bei Fruktoseintoleranz! Denn Fruchtzucker ist zwar in Industriezucker, aber nicht in der aus Reis hergestellten Süße vorhanden.

Glykämischer Index
Der Glykämische Index (GI) gibt an, wie stark der Blutzuckerspiegel nach dem Konsum eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels ansteigt. Je höher der Wert, desto schneller steigt der Blutzucker an.

Zucker hat einen GI von 68, Reissirup von 98. Vor allem als Diabetiker sollten Sie daher vorsichtig sein.

Geschmack
Wenn Sie Reissirup statt Zucker nutzen möchten, sollten Sie wissen, dass ersterer weniger süß schmeckt. Um die gleiche Süße zu erreichen, bräuchten Sie dementsprechend eine höhere Menge.
Wenn Sie genau das schätzen und eine leicht malzige Karamellnote Ihnen ausreicht, kann Reissirup die optimale Alternative für Sie sein.

Reispflanze

Verwendung von Reissirup als Zuckerersatz

Reissirup hat viele Anwendungsbereiche und kann sowohl im Alltag als auch in der industriellen Nutzung ein optimaler Ersatz für Zucker sein.

Reissirup eignet sich wunderbar:

  • zur Herstellung von Backwaren und Süßwaren
  • in Joghurt oder Porridge
  • als vegane Alternative zu Honig
  • in Pharmazieprodukten und Vitaminpräparaten
  • in Saucen oder Dressings

Bedenken Sie aber, dass er die Feuchtigkeitsbalance Ihres Rezepts beeinflusst, da er eben nicht in trockener, kristalliner Form genutzt wird. Sie sollten daher die Menge anderer Flüssigkeiten reduzieren.

Reissirup statt Zucker: gute Alternative – wenn die Qualität stimmt!

Fassen wir zusammen: Reissirup ist nicht unbedingt gesünder als Haushaltszucker, hat diesem gegenüber aber einige Vorteile vorzuweisen.

Er kann die passende Wahl sein, wenn Sie eine milde Süße mit weniger Kalorien schätzen oder nach einer fruktosefreien Alternative sind.

Ein Tipp für den Kauf: Wählen Sie im besten Fall ein Produkt in Bio-Qualität. So können Sie sicher sein, dass keine Gentechnik verwendet wurde.

Wir von naVitalo gehen noch einen Schritt weiter und unterziehen unseren Reissirup einer mikrobiologischen Kontrolle. Auf diese Weise können wir Ihnen unterschiedliche Qualitätsstufen anbieten, die Sie sogar bedenkenlos in Babynahrung verwenden können.

Übrigens: Auch Hafer- oder Tapiokasirup sind schmackhafte Möglichkeiten, vegane Süße an Ihre Produkte zu bringen.

Wenn Sie also Lebensmittelhersteller auf der Suche nach einer veganen Honig-Alternative sind, kontaktieren Sie uns gern.

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