Mann in Hanfplantage

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Früher war diese vor allem als Rohstofflieferant und Nahrungsquelle bekannt – bis sie mit dem Drogenhandel in Verbindung gebracht wurde. Auch heute noch haftet dieser schlechte Ruf der Hanfpflanze an.

Aus dem Gewächs bestehende Lebensmittel wirken auf viele Menschen daher wenig vertrauenswürdig. Auch die Frage, ob Hanfprotein ungesund sei, kommt dabei immer wieder auf.

Eigenschaften von Hanfprotein

Ein Blick auf die Merkmale von Hanf sollte dabei helfen, mit den Vorurteilen aufzuräumen. Allen voran ist dabei wichtig: Die Droge Cannabis wird aus Pflanzenarten mit höherem THC-Gehalt gewonnen. Das ist die Substanz, die für die berauschende Wirkung nach dem Konsum verantwortlich ist. Lebensmittel dürfen (in Deutschland) ausschließlich aus THC-armen Pflanzen bestehen.

Das betrifft auch Hanfprotein. Diese sind legal, nicht süchtig-machend und bestehen sogar aus Samen, die natürlicherweise kein THC enthalten. Ein Fakt, der Sie an dieser Stelle vielleicht beruhigt.

Natürlich schließt die nicht vorhandene berauschende Wirkung nicht gleichzeitig aus, dass Hanfprotein ungesund ist. Viele weitere positive Eigenschaften zeichnen aber ein anderes Bild:

Aminosäureprofil

Die Grundbausteine aller Proteine: das sind Aminosäuren. Acht von ihnen sind besonders wichtig für den menschlichen Körper. Sogenannte essentielle Aminosäuren (EAA) sind unverzichtbar für uns. Weil unser Körper diese nicht selbst produzieren kann, müssen sie über Nahrung aufgenommen werden. Hanfprotein beinhaltet alle acht dieser unentbehrlichen Eiweißbausteine!

Ein absoluter Vorteil, denn diese sind unter anderem (!) verantwortlich für:

  • Erhalt & Aufbau von Muskelgewebe
  • Unterstützung von Heilungsprozessen
  • Lieferung von Energie
  • Knochenwachstum
  • Stoffwechselvorgänge
  • Sättigungsgefühl
  • Stimmungs- und Aufmerksamkeitssteigerung

Auch der Aminosäuren-Komplex BCAA (Branched Chain Amino Acids) ist in dem pflanzlichen Protein zu finden. Er besteht aus drei der oben genannten essentiellen Eiweißbausteine, nämlich: Valin, Leucin und Isoleucin. Vor allem für Sportler und Sportlerinnen ist das interessant, denn diese verzweigtkettigen Aminosäuren beschleunigen signifikant den Muskelaufbau.

Zu guter Letzt ist ein hoher Anteil von Arginin zu finden – ein weiterer Hinweis darauf, dass Hanfprotein nicht so ungesund ist, wie man ihm nachsagt. Es handelt sich dabei um eine semi-essentielle Aminosäure – also eine, die zwar vom Körper gebildet werden kann, im Krankheitsfall beispielsweise aber nicht ausreicht. Dann muss Sie über Nahrung zugefügt werden.

Arginin weitet die Blutgefäße und senkt den Blutdruck. Damit ist sie wichtig zur Vorbeugung und Therapie von atherosklerotisch bedingten Herz- und Gefäßerkrankungen.

Hanfpulver

So sieht Hanfpulver aus.

Biologische Wertigkeit

Wie schnell Eiweiße verstoffwechselt (also zu körpereigenem Protein umgewandelt) werden können, bestimmt die biologische Wertigkeit. Man orientiert sich dabei an einem Wert von 100, der einem Ei entspricht und als hoch gilt.

Grundsätzlich ist der Wert bei tierischen Proteinen etwas höher als bei Pflanzlichen. So hat Hanfprotein eine biologische Wertigkeit von etwa 60.

Bevor Sie jetzt aber abspringen, weil Ihnen das zu wenig ist: Pflanzliche Proteine können Sie unkompliziert miteinander kombinieren. Auf diese Weise können Sie die biologische Wertigkeit steigern. (Übrigens kann auch das Aminosäurenprofil auf diese Weise perfektioniert werden, wenn die Menge bestimmter Bausteine dabei erhöht wird.)

Nährstoffe von Hanfprotein

Dass Hanfprotein ungesund ist, klingt sehr fern, wenn man einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe wirft. Davon enthält das Eiweiß nämlich ziemlich wichtige:

Die essentiellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kann unser Körper nicht selbst herstellen. Sie haben einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Hanfprotein ist eine gute Quelle für diese Fettsäuren.

Auch die für eine gesunde Ernährung relevanten Ballaststoffe finden Sie in dem Eiweiß. Wichtig sind diese für eine gesunde Verdauung. Außerdem verlangsamen sie die Aufnahme von Cholesterin und Zucker ins Blut.

Darüber hinaus enthält Haferprotein Zink, Eisen, wichtige Vitamine (B1 & B6) und Mineralien.

Verträglichkeit

Das pflanzliche Protein gilt als sehr gut bekömmlich. Insgesamt hat es eine sehr geringe allergene Wirkung. Auch bei Unverträglichkeiten ist Hanfprotein alles andere als ungesund: Es ist laktose- und glutenfrei.

Wann ist Hanfprotein ungesund?

Dem pflanzlichen Protein sind grundsätzlich eher gesunde Eigenschaften zuzuschreiben. Aber wie bei allem gilt: Die Menge ist ebenso ausschlaggebend wie eine abwechslungsreiche Ernährung.

Hanfprotein wird dann ungesund, wenn Sie es übertreiben. Aber das gilt grundsätzlich für alle Eiweiße. Der menschliche Körper kann eine bestimmte tägliche Menge aufnehmen, ohne Schaden zu nehmen. Wie viel genau das ist, ist individuell und beispielsweise abhängig von Ihrem Gewicht. Vor der Einnahme von Eiweiß in Form von Hanfprotein-Pulver, Erbsenproteinen oder auch tierischen Proteinquellen sollten Sie sich daher eingehend darüber informieren. Zu viel des Guten kann in diesem Fall eine Schädigung von Leber und Nieren bedeuten.

Außerdem sollten Sie auf den Ursprung achten. Darin, dass Ihr Hanfprotein nicht ungesund oder gesundheitsschädlich ist, können Sie nur sicher sein, wenn Sie dem Erzeuger trauen. Wir bei naVitalo achten beispielsweise darauf, dass alle Rohstoffe frei von Gentechnik sind. Zusätzlich werden diese mikrobiologisch kontrolliert und entsprechen bester BIO-Qualität. Egal wo Sie Ihre pflanzliche Proteine beziehen: Das sind Eigenschaften, auf die Sie zwingend achten sollten.