Reisprotein Aminosäureprofil

Auf der Suche nach veganen Eiweißen stoßen Sie immer wieder auf Reisproteine. Kein Wunder, schließlich gelten diese als eine der besten Alternative zu tierischen Produkten. Das liegt unter anderem am vorteilhaften Aminosäureprofil.

Wie die Zusammensetzung der Eiweißbausteine in Reisprotein aussieht und welche positiven Auswirkungen diese hat, können Sie hier nachlesen.

Was sind Aminosäuren und wieso sind sie wichtig?

Damit deutlich wird, wie die Eigenschaften von Reisprotein zu werten sind, fassen wir zunächst kurz die Grundlagen zusammen:

Aminosäuren sind die Grundbausteine aller Proteine. Im menschlichen Körper lassen sich insgesamt 21 Unterschiedliche finden. Diese lassen sich in drei Gruppen einteilen: nicht-essentielle, semi-essentielle und essentielle Aminosäuren.

Erstere produziert unser Körper selbstständig. Das trifft auch auf semi-essentielle Eiweißbausteine zu. Allerdings ist hier im Falle einer Krankheit, Verletzungen oder im Wachstum eine zusätzliche Zufuhr über Nahrung oft ratsam.

Besonders wichtig ist aber die letzte Gruppe: Essentielle Aminosäuren (EAA) sind für den menschlichen Körper unentbehrlich. Im Gegensatz zu den anderen Bausteinen, kann er diese aber nicht selbstständig herstellen. Unsere Aufgabe ist daher die Aufnahme über Lebensmittel.

Wie wichtig diese speziellen Bausteine sind, erfahren Sie im nächsten Abschnitt, denn …

Diese Aminosäuren sind in Reisprotein enthalten

… in Reisprotein sind alle acht essentiellen Aminosäuren zu finden. Ein klarer Vorteil des Aminosäureprofils. Aus diesem Grund gilt das vegane Protein als wertvolle Alternative zu tierischen Produkten.

Funktionen der essentiellen Eiweißbausteine

Unentbehrlich sind diese Grundbausteine vor allem wegen der Funktionen, die sie übernehmen. Die in Reisprotein enthaltenen essentiellen Aminosäuren sind dabei unter anderem verantwortlich für folgende Prozesse:

Leucin

  • Erhalt & Aufbau von Muskelgewebe
  • Neubildung von Proteinen in Muskulatur & Leber
  • Hemmung des Abbaus von Muskelproteinen
  • Unterstützung von Heilungsprozessen
  • Wichtiger Energielieferant

Lysin

  • Muskelaufbau
  • Aufbau anderer Aminosäuren
  • Knochenwachstum
  • Zellteilung
  • Wundheilung

Methionin

  • Beteiligung an Stoffwechselvorgängen
  • reduziert Ansiedlung von Bakterien in der Harnblase
  • unterstützt die Entgiftung
  • Vorstufe von Taurin, Cystein und Glutathion

Phenylalanin

  • Ausgangsstoff für Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin
  • Aufmerksamkeitssteigerung
  • Wirkt depressiven Verstimmungen entgegen
  • Schmerzlindernd

Threonin

  •  regelt Fetthaushalt und Leberfunktion
  • wichtig für das Nervensystem
  • Bestandteil von Kollagen und Elastan in der Haut

Tryptophan

  • Vorstufe von Serotonin
  • Steigert Stimmung, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit
  • Unterstützt Bildung von Melatonin und Niacin
  • mindert Hungergefühle

Valin

  • Regulation des Blutzuckers
  • Unterstützt Proteinaufbau
  • Schnellere Aufnahme aller Aminosäuren in Muskulatur und Leber

Histidin

  • Wachstum der Gewebsreparatur
  • Wichtig für Schutz der Nerven
  • Wird in Histamin umgewandelt
Reisprotein-Shakes und Smoothies

Shakes aus Reisprotein

Verzweigtkettige Aminosäuren in Reisprotein

Die essentiellen Eiweißbausteine Valin, Leucin und Isoleucin bilden außerdem einen verzweigtkettigen Aminosäuren-Komplex. Abgekürzt spricht man hierbei von BCAA (aus dem Englischen: Branched Chain Amino Acid). Im Gegensatz zu den meisten anderen Bausteinen wird dieser Komplex nicht in der Leber verstoffwechselt.

Vor allem für Sportler und Sportlerinnen ist BCAA wichtig. Zusammen ist der Komplex nämlich für die Beschleunigung des Muskelaufbaus und das Verhindern eines Abbaus zuständig.

Ein Mangel der Aminosäuren kann sich bemerkbar machen. In diesem Fall fühlen Sie sich abgeschlagen oder leiden häufiger an Erkältungskrankheiten.

Auch hier kann das Reisprotein-Aminosäureprofil punkten: Es enthält eine recht hohe Menge dieser verzweigtkettigen Eiweißbausteine.

Die semi-essentielle Aminosäure Arginin

Auch Teil des Aminosäureprofils von Reisprotein: eine größere Menge Arginin. Sie kann vorbeugend oder zusätzlich zur Therapie bei atherosklerotisch bedingten Herz- und Gefäßerkrankungen eingesetzt werden. Das sind solche, bei denen es zur Einlagerung von Cholesterin und anderen Fetten in die Blutgefäße kommt.

Allgemein ist Arginin für die positive Wirkung auf Gefäße bekannt. Das liegt daran, dass es eine Vorstufe des Botenstoffes Stickstoffmonoxid ist, der gefäßerweiternd wirkt.
Zusätzlich kann die Aminosäure blutdrucksenkend wirken und das Immunsystem stärken.

Das perfekte Aminosäureprofil mit Reisprotein in Kombination

Weil alle essentielle Aminosäuren in Reisprotein zu finden sind, gilt dieses als sehr wertvolle Eiweiß-Quelle. Besonders unter den pflanzlichen Alternativen ist es daher besonders hervorzuheben. Trotzdem gibt es noch Luft nach oben: Die Menge der Bausteine ist geringer als beispielsweise in Molkeprotein (auch: Whey-Protein).

Für ein perfektes Aminosäureprofil können Sie unterschiedliche vegane Proteine aber ganz einfach miteinander kombinieren! Reis-, Hafer-, Erbsen-  und Hanfprotein ergänzen sich dabei sehr gut. Alle drei beinhalten essentielle Aminosäuren in unterschiedlicher Menge. Zusammen können sie durchaus mit tierischen Proteinen mithalten.

Erbsenprotein hat beispielsweise einen höheren Wert an Lysin. Damit bildet es eine gute Ergänzung zu Reisprotein. Dieses kann wiederum mit einem guten Tryptophan-Gehalt dienen.
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